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Landessynodalausschuss neu gewählt - Markus Wierny aus Erlangen dabei

Dekanat Erlangen 5 Stunden 31 Minuten ago

Kirchenleitendes Organ überwiegend mit neuen Mitgliedern besetzt

Die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) hat den neuen Landessynodalausschuss (LSA) gewählt. Das Gremium gehört zu den vier kirchenleitenden Organen der ELKB und spielt eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung von Synodaltagungen sowie bei der Umsetzung kirchlicher Beschlüsse. Den Vorsitz übernimmt die neu gewählte Synodalpräsidentin Tanja Keller. Zum ersten Vizepräsidenten und stellvertretenden Vorsitzenden wurde der 21-jährige Student Luca-Fynn Schieblich aus Kulmbach gewählt. Zweiter Vizepräsident und stellvertretender Vorsitzender ist Pfarrer Frank Bienk aus Günzburg.

„Im neuen Landessynodalausschuss kommen fachliche Kompetenz, vielfältige Erfahrungen und unterschiedliche kirchliche Perspektiven zusammen. Das ist eine große Stärke dieses neu gewählten Gremiums. Gerade in Zeiten des Wandels können wir Kirche so gemeinsam verantwortungsvoll weiterentwickeln und zukunftsfähig gestalten“, davon ist die Vorsitzende Tanja Keller überzeugt. Luca-Fynn Schieblich betonte zu seiner Wahl die Bedeutung einer Kirche, die nah bei den Menschen ist: „Bei jedem Menschen gibt es eine Lücke, und die können wir als Kirche füllen.“ Sein Anliegen sei es, besonders die Perspektiven der jungen Generation einzubringen: „Kirche vor Ort – nah bei den Menschen und ihren Gemeinden.“ Er wolle zuhören, Lösungen entwickeln und gemeinsam Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft übernehmen. Frank Bienk will im Präsidium Brücken bauen zwischen verschiedenen theologischen Ausrichtungen, zwischen städtischen und ländlichen Räumen, protestantischem Kernland und Diaspora. „Das Bild, das mich leitet, ist das einer Kirche, die sich verändern muss und wird, gerade um sich und ihrem Auftrag treu zu bleiben - der Weitergabe des Evangeliums.“ Das Ringen darum, wie das gelingen kann, sei Aufgabe der Landessynode.

Dem Landessynodalausschuss gehören folgende weitere 12 Mitglieder an. Zu den nichtordinierten Mitgliedern zählen Samuel Bammessel (Student aus Nürnberg), Gesine Clotz (Schulleiterin aus Ottobrunn), Luisa Hermann (Lehramtsstudentin aus München), Friedrich Sichermann (auszubildender Landwirt aus Ansbach), Markus Wierny (Geschäftsführer aus Erlangen), Carina Sehmisch (Religionspädagogin aus Hohenroth) sowie Sabine Geyer (Dipl.-Sozialpädagogin aus Cadolzburg). Zu den ordinierten Mitgliedern gehören Dr. Reiner Anselm (Theologieprofessor aus Gräfeling), Stefan Fischer (Pfarrer aus Hirschau), Britta Müller (Dekanin in Fürth), Daniela Schmid (Pfarrerin in Selb) sowie Dr. Regina Fritz (Theologieprofessorin aus Nürnberg).

Der Landessynodalausschuss besteht aus dem dreiköpfigen Präsidium der Synode und zwölf weiteren gewählten Mitgliedern. Er bereitet die Tagungen der Landessynode vor und nach, bearbeitet Anträge und wirkt bei kirchlichen Gesetzgebungsverfahren mit. Zudem achtet er darauf, dass die Beschlüsse der Synode umgesetzt werden.

Bayreuth/München, 25. März 2026
Christine Büttner, Pressesprecherin

Carsten.Kurtz

Dekanatssynode im B11 mit großer Beteiligung

Dekanat Erlangen 1 Tag 22 Stunden ago

Am Samstagvormittag, den 21. März, kam die Dekanatssynode im Gemeindehaus B11 in der Erlanger Altstadt zusammen, wobei 60 Delegierte und Gäste aus den Kirchengemeinden und dekanatsweiten Diensten für eine lebendige, von offenem Austausch und konstruktivem Miteinander geprägte Atmosphäre sorgten.

Ein zentraler Meilenstein der Tagesordnung war die Verabschiedung des Dekanatsschutzkonzeptes zur Prävention sexualisierter Gewalt. Zwei wesentliche Bausteine wurden hervorgehoben: ein funktionierendes Beschwerdemanagement und das Thema Intervention. Die Präventionsbeauftragte Diakonin Uli Böhner und die für das Konzept verantwortliche Dekanin Gerhild Rüger stellten beides anhand hilfreicher Beispiele anschaulich vor. Die Dekanatssynode dankte dem ganzen Team für die aufwändige Erstellung des Schutzkonzeptes.

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Im Anschluss präsentierte Dekan Bernhard Petry den Bericht der beiden Dekanspersonen. In diesem Jahr setzte der Bericht über die laufenden Transformationsprozesse in der gesamten Landeskirche ins Bild. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen und Einnahmen unterstrich er die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Konsolidierung sowie einer klugen strategischen Weiterentwicklung. Die darauffolgende offene Fragerunde bot Raum für Transparenz und das Erkennen chancenreicher Perspektiven, bevor Dekan Petry den intensiven Vormittag mit einem hoffnungsvollen Ausblick auf die Jahreslosung „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ beschloss. Er ermutigte die Anwesenden mit den Worten, dass es in der Bibel eigentlich immer um den Aufbruch und die Bewegung hin zu einer Welt gehe, wie Gott sie gewollt habe, und betonte: „Wir müssen davor keine Angst haben.Erneuerung gehört zu uns, schon immer. Gott ist mit uns auf dem Weg.“
 

Carsten.Kurtz