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Hitze belastet obdachlose Menschen in Nürnberg

Sonntagsblatt 48 Minuten 19 Sekunden ago
Die aktuelle Hitzewelle belastet besonders obdachlose Menschen in Nürnberg enorm. Die Ökumenische Wärmestube verzeichnet derzeit einen besonders großen Ansturm, denn sie bietet einen kühlen Rückzugsort.
epd

Trotz Rekordhitze: 810 Paare feiern bei „einfach heiraten“ ihre Liebe

Dekanat Erlangen 1 Stunde 36 Minuten ago

An 67 Orten - im Dekanat Erlangen in Uttenreuth - öffnete die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern ihre Türen für Trauungen und Segnungen

Es war das bislang heißeste Wochenende des Jahres – und zugleich ein Festwochenende der Liebe: Bei der Aktion „einfach heiraten“ der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) haben am Freitag, 26. Juni 2026, an 67 Orten in Bayern insgesamt 810 Paare mitgemacht. Davon ließen sich 288 Paare kirchlich trauen, 522 Paare segnen.

„So viel Liebe: 810 Paare an 67 Orten in Bayern zeigen, wie groß die Sehnsucht vieler Menschen nach Segen - dem Ja Gottes - und kirchlicher Begleitung ihrer Liebe ist. Mein großer Dank gilt den vielen Haupt- und Ehrenamtlichen, die mit großem Engagement, Kreativität und Herzenswärme dieses Festwochenende der Liebe möglich gemacht haben. Eine Aktion dieser Größenordnung kann nur gelingen, wenn Menschen ihre unterschiedlichen Gaben einbringen“, betonte Landesbischof Christian Kopp.

Die meisten Paare kamen nach Kempten in die St.-Mang-Kirche. Bis 23 Uhr feierten dort 28 Paare ihre Trauung oder Segnung. Auch in Oberstdorf war die Nachfrage groß. Im gläsernen Turm der Skisprungschanze ließen sich 26 Paare trauen oder segnen. Thomas Prieto Peral, Regionalbischof im Kirchenkreis Schwaben-Altbayern, der im Schanzenturm selbst Paare segnete und traute, berichtete, viele Paare hätten schon lang auf eine passende Gelegenheit für eine kirchliche Trauung gewartet oder den Wunsch nach einem Segen für ihre Partnerschaft in sich getragen. „Als Kirche öffnen wir an diesem Tag unsere Türen oder kommen an ganz besondere Orte. Wir wollen es den Menschen einfach machen, sich zu trauen“, sagte Prieto Peral. Die große Resonanz auf das Angebot sei ermutigend: „Als Kirche dürfen wir nicht warten, bis die Menschen kommen – wir müssen zu ihnen hin."

Das Altersspektrum der Paare reichte von jungen Paaren, die sich eine Trauung oder einen Segen für ihre Partnerschaft wünschten, bis hin zu über 90-jährigen Paaren, die ihre Liebe noch einmal bestätigen und dafür Segen empfangen wollten. Die Aktion war geprägt von vielen persönlichen Geschichten. In Neustadt an der Aisch meldete sich am Morgen nach der Aktion ein Paar, das erst an diesem Tag das Plakat entdeckt hatte und fragte, ob eine Trauung noch möglich sei. Die zuständige Pfarrerin entschied spontan und traute das Paar noch am selben Vormittag. In Amberg hatte sich ein älterer Herr bei einer Hochzeitsplanerin verlaufen und wollte zu „einfach heiraten“. Sie führte ihn daraufhin in die Kirche. Auch spontane Entscheidungen gehörten zu diesem Tag: Ein Paar, das mit dem Wohnmobil auf dem Weg zum Starnberger See war, hörte im Radio von der Aktion und der Turmhochzeit in der Heilig Geist Kirche in Fürth. Kurzentschlossen änderten die beiden ihre Pläne und ließen sich nach 30 Jahren Partnerschaft kirchlich trauen.

Die außergewöhnlich hohen Temperaturen stellten die Teams vor Ort vor besondere Herausforderungen. Manche Paare entschieden sich angesichts der Hitze kurzfristig gegen die Teilnahme, andere kamen gerade deshalb. An vielen Orten sorgten die Haupt- und Ehrenamtlichen mit großem Engagement und viel Kreativität dafür, dass Paare und Gäste gut durch den heißen Tag kamen. In Amberg sorgten kühle Fußbäder und eine Eistheke für Erfrischung, in Wilhermsdorf und Neustadt an der Aisch wurde kurzfristig eine Slush-Eis-Maschine organisiert.

Über 600 Haupt- und Ehrenamtliche engagierten sich für die Aktion. Beteiligt waren unter anderem Pfarrerinnen und Pfarrer, Mesnerinnen und Mesner, Sekretärinnen und Sekretäre, Fotografinnen und Fotografen, Mitarbeitende beim Sektempfang, bei der Dekoration, Bäckerinnen und Bäcker, Religionspädagoginnen und Religionspädagogen, Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker sowie Diakoninnen und Diakone. Die Teams waren berührt von den persönlichen Lebensgeschichten, den Freudentränen und der Dankbarkeit bei diesem Fest der Liebe. An allen Orten waren die Paare und ihre Gäste begeistert von der Gastfreundschaft, der liebevollen Dekoration, Begleitung und Gestaltung der Orte und der Gottesdienste.

Fortsetzung von „einfach heiraten“ im kommenden Jahr

Die Aktion knüpft damit an die positive Resonanz des Vorjahres an. 2025 hatten bereits 801 Paare an 56 Orten in Bayern das Angebot von „einfach heiraten“ genutzt. Die bundesweite Aktion „einfach heiraten“ wird fortgesetzt: Am 2. Juli 2027 gibt es die nächste Gelegenheit für eine spontane Trauung oder Segnung. Viele Orte kündigten bereits jetzt an, im kommenden Jahr wieder oder erstmals dabei sein zu wollen.

München, 29. Juni 2026

Christine Büttner, Pressesprecherin

Carsten.Kurtz

"einfach heiraten": Über 800 Paare sagen in Bayern kirchlich Ja

Sonntagsblatt 4 Stunden 32 Minuten ago
Die Aktion "einfach heiraten" der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern erreicht einen neuen Rekord: 810 Paare ließen sich segnen oder kirchlich trauen. Besonders emotional wurde es auf dem Tegelberg – mit Heiratsantrag nach der Segnung.
Julia Riese, Christiane Ried, Karen Miether

Popularmusikverband feiert 25-jähriges Jubiläum

Sonntagsblatt 1 Tag 2 Stunden ago
Nürnberg (epd). Seit 25 Jahren engagiert sich der Popularmusikverband für Popmusik in der Kirche. Am Sonntag hat der Verband einer Mitteilung zufolge seinen 25. Geburtstag in der Jugendkirche LUX in Nürnberg gefeiert. Mit der Gründung des Verbands und dessen Anerkennung als kirchenmusikalischer Fachverband durch die evangelische Landeskirche sei eine Arbeit auf Augenhöhe mit der übrigen Kirchenmusik gelungen, hieß es.
epd

Ochsenfurt feiert 125 Jahre Christuskirche

Sonntagsblatt 2 Tagen 20 Stunden ago
Grund zum Feiern in Ochsenfurt: Am 27. und 28. Juni feiert die evangelische Kirchengemeinde das 125-jährige Bestehen der Christuskirche. Was einst als kleine Diaspora-Gemeinde in einem tiefkatholischen Umfeld begann, hat sich zu einem lebendigen Zentrum für rund 2000 Gläubige entwickelt.
Timo Lechner